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England: Deutsch gefragtester Sprach-Skill PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 13. April 2019 um 11:09 Uhr

England: Deutsch gefragtester Sprach-Skill

indeed-Analyse warnt vor "Engpass bei Sprachexperten" nach dem bevorstehenden Brexit

Fahne: Deutsch vor Französisch (Foto: unsplash.com, Christian Wiediger)

Fahne: Deutsch vor Französisch (Foto: unsplash.com, Christian Wiediger)

London (pte/11.04.2019/06:15) Wenn es um die Wahl der Sprache geht, die bei Arbeitgebern in Großbritannien am stärksten gefragt ist, gibt es einen neuen Spitzenreiter: Erstmals hat Deutsch Französisch als Nummer eins abgelöst. Auf Platz drei findet sich bereits Chinesisch, das von britischen Firmen auch immer öfter als gern gesehener Sprach-Skill in aktuellen Stellenausschreibungen genannt wird. Zu dem Ergebnis kommt eine Analyse der Job-Suchmaschine Indeed http://indeed.com , die aufgrund des Brexit vor einem "Engpass bei Sprachexperten" im Vereinigten Königreich warnt.

Sorgen um "Sprach-Notstand"

"Kommunikation ist etwas Grundlegendes, das alle Arbeitsbereiche betrifft. Insbesondere Sprachkenntnisse sind in einer voll vernetzten Welt, in der mehr Unternehmen als jemals zuvor √ľber nationale Grenzen hinweg und in mehreren Sprachen operieren, unerl√§sslich geworden", zitiert der "Independent" Bill Richards, Managing Director bei indeed UK. Diese Entwicklung zeige sich auch am heimischen Stellenmarkt. "Englisch ist zwar eine globale Sprache, das kann aber nicht √ľber die Notwendigkeit hinwegt√§uschen, dass man auch Mitarbeiter braucht, die andere Sprachen flie√üend beherrschen", betont der Experte.

W√§hrend der britische Arbeitsmarkt f√ľr Mitarbeiter mit zus√§tzlichen Sprachkenntnissen viele Karrierem√∂glichkeiten bieten w√ľrde, m√ľsse man sich angesichts des Brexit und der damit zusammenh√§ngenden Unsicherheiten allerdings ernsthafte Sorgen um einen "Sprach-Notstand" im Land machen. "Viele britische Arbeitgeber, die auf mehrsprachiges Personal angewiesen sind, werden zunehmend unruhig, weil sich hier ein echter Sturm zusammenbraut - unser Bildungssystem liefert weniger Sprachexperten und gleichzeitig f√ľhrt der Brexit dazu, dass sich immer weniger Arbeitskr√§fte aus der EU hier ansiedeln wollen", so Richards.

Anspruchsvollere Sprachanforderungen

Dass die Zahl der EU-Arbeitskr√§fte, die aktiv nach einem neuen Job in Gro√übritannien suchen, seit dem Brexit-Votum deutlich zur√ľckgegangen ist, zeigt nicht nur die j√ľngste indeed-Analyse. Schon im M√§rz 2018 hatte etwa auch das Online-Jobportal Monster best√§tigt, dass entsprechende Suchanfragen auf dem europ√§ischen Festland seit dem Austrittsvotum der Briten im Juni 2016 signifikant eingebrochen sind (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20180329002 ).

Was die konkreten Sprachanforderungen betrifft, seien die Unternehmen im Vereinigten Königreich im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich anspruchsvoller geworden, stellt indeed klar. Die Zahl der Ausschreibungen, die spezifisch nach deutschen Sprachkenntnissen verlangen, soll in drei Jahren um ein Zehntel nach oben geklettert sein. Bei Französisch sei im selben Zeitraum hingegen nur ein sehr geringer Nachfrageanstieg registriert worden, vermeldet die Job-Suchmaschine.

(Ende)
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