Schreiben-und-Leben

Schreiben und Leben – Dein Weg zum eigenen Buch durch kreatives Schreiben. Tipps und Informationen rund ums literarische und autobiografische Schreiben vom berühmten ersten Wort bis zum letzten Schliff deiner Geschichten.
Die Arbeit am eigenen Schreiben gestaltet sich immer wieder als Abenteuer. Von der ersten Themenfindung bis zum fertigen Text ereignet sich eine Art Zwiegespräch mit sich selbst, das sich meist anders entwickelt als erwartet. Langweilig wird es dabei nie. Da ich die Arbeit mit anderen Menschen jedoch ebenso liebe wie die Arbeit allein, entwickelte ich das Bedürfnis, meine Erfahrungen im kreativen Schreiben mit anderen zu teilen. So kam ich auf die Idee von Schreiben und Leben – Dein Weg zum eigenen Buch.
Kreatives Schreiben, Romane schreiben, Schreibtipps
Schreiben und Leben
  1. Was ist wirklich wichtig für deine Story?

    Eine ziemlich gute Antwort lässt sich mit einem Wort geben: Beziehungen.

    Helena Baum stellt ihren neuen Roman Dieses eine Leben vor. Anhand dieses Beispiels diskutieren wir, wie und auf welche Weise die Beziehung der Protagonisten beim Romanschreiben wichtig war.



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    Shownotes

    Helena Baum

    Foto: Antje Backwinkel

    Helena Baum vereint in ihrer Arbeit die Welten der Psychotherapie und der Literatur. Ihr Schreiben ist geprägt von Themen wie menschliche Identität, Beziehungsdynamiken und Krisenbewältigung. Ihre Geschichten sitzen dabei häufig an der Schnittstelle zwischen tiefer emotionaler Erschütterung und mutigem Neuanfang. Mehr Infos zur Autor findest du unter helena-baum.de.

    Helena Baums neuer Roman Dieses eine Leben handelt von der schmerzhaften Bestandsaufnahme einer langjährigen Ehe und der zerbrechlichen Suche nach echter Wahrhaftigkeit jenseits der Routine.

    Wichtige Themen unseres Gesprächs

    • Inwiefern Beziehungen für Geschichten wichtig sind
    • Das Schreiben der Autorin im Laufe der Zeit
    • Herangehensweisen beim Entwickeln der Handlung
    • Glücken und Scheitern der Figurenentwicklung
    • Schreibcoaching als Begleitung beim Romanschreiben
    • Der Roman Dieses eine Leben und seine Entstehungsgeschichte
    • Inspiration durch echte Menschen beim Romanschreiben
    • Mögliche nächste Projekte der Autorin

    Der Beitrag Treibstoff für deinen Roman: Beziehungen – ein Gespräch mit Helena Baum (Podcast Episode 189) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  2. Sind Amazon-Ads etwas für dich? Kommst du so zu deinem Bucherfolg?

    Oder verbrennst du so nur Geld?

    In diesem Gespräch erfährst du es!

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    Shownotes

    Jan Ollig

    Jan Ollig kommt eigentlich aus der Unternehmensberatung und ist durch die Vermarktung eines eigenen Buchs mit dem Thema Buchmarketing in Berührung gekommen. Auf buecher-besser-verkaufen.de unterstützt er Menschen dabei, durch Amazon-Marketing Bucherfolge zu feiern.

    Wichtige Themen unseres Gesprächs

    • Sichtbarkeit auf Amazon erhöhen - was alles dazu gehört
    • Die optimale Präsentation eines Buchs auf Amazon
    • Die Rolle der Autorenpräsentation / Amazon+-Inhalte
    • Die Rolle der Kategorien auf Amazon
    • Amazon-Werbekampagnen - eine Kunst für sich?
    • Werbekampagnen einmal erstellen oder fortlaufend optimieren?
    • Für wen lohnt sich Amazon-Werbung (nicht)?
    • Wie schwierig ist es, das Ganze zu lernen?
    • Wie unterstützt ihr Autoren konkret, um mehr Sichtbarkeit zu erlangen?
    • Was motiviert dich an deiner Tätigkeit?

    Der Beitrag Dein Bucherfolg durch Amazon-Ads!? – mit Jan Ollig (Podcast Episode 178) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  3. Müssen wir uns als Autoren riesige Sorgen machen wegen KI? Oder können wir entspannt bleiben?

    Im Gespräch mit Wolfgang Tischer finde ich es heraus...

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    Shownotes

    Wolfgang Tischer...

    ist gelernter Buchhändler und Kulturjournalist. 1996 gründete er das literaturcafe.de. Als Literaturkritiker und professioneller Sprecher ist er für diverse Medien tätig und moderiert regelmäßig Lesungen und Literaturveranstaltungen.

    Zentrale Themen unseres Gesprächs

    • Der Stand des KI-Booms
    • Inwiefern wir uns als Autoren sorgen machen müssen
    • Inwiefern wir als Autoren entspannt bleiben können
    • Unterschiedliche Haltungen, mit KI umzugehen
    • Mögliche Konsequenzen für den Buchmarkt
    • Mögliche Konsequenzen für die Beziehung zwischen Autoren und Lesern
    • Sinn und Unsinn von Kennzeichnungspflichten für Bücher, die mit Hilfe von KI generiert wurden

    Der Beitrag KI – der Tod fürs Bücherschreiben? – mit Wolfgang Tischer (Podcast Episode 176) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  4. Du möchtest einen Roman für Kinder oder Jugendliche schreiben?

    Im Gespräch mit Katja Brandis finde ich heraus, was dabei wirklich wichtig ist, und welche Fehler du vermeiden solltest!

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    Shownotes

    Foto: Petra Haidn

    Katja Brandis ist eine der erfolgreichsten Autoren von Kinder- und Jugendbüchern im deutschsprachigen Raum. Mit ihren über 70 veröffentlichten Büchern hat sie bereits für Kinder, Erwachsene und Jugendliche geschrieben. Neben ihren fiktionalen Werken hat sie unter ihrem bürgerlichen Namen u.a. auch Schreibratgeber veröffentlicht. Auf ihrer Website Katja-Brandis.de findest du viele weitere Infos zu ihrem Schreiben und ihren Büchern.

    Zentrale Themen unseres Gesprächs

    • Katja Brandis Werdegang als Romanautorin
    • Einen Roman schreiben - für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene?
    • Jugendsprache - wie sollte man damit umgehen?
    • Show, don`t tell im Jugendroman
    • Weiteres Handwerk des Kreativen Schreibens im Jugendbuch
    • Schreiben von Fantasyromanen für Jugendliche
    • Leseförderung im Zeitalter digitaler Medien
    • Was wir aus Filmen und Serien lernen können
    • Buch veröffentlichen - wichtige Hinweise für Nachwuchsautoren

    Der Beitrag Ein prima Jugendbuch schreiben – mit Katja Brandis (Podcast Episode 174) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  5. Du möchtest ein super Sachbuch schreiben?

    In diesem Gespräch geht es um alle wichtigen Punkte, von der Einstellung als Autor bis zur Fertigstellung deines Buchs!



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    Shownotes

    Yvonne Kraus ist Sachbuchautorin im Bereich Kreatives Schreiben sowie Sachbücher und Sichtbarkeit. Als Buchcoach begleitet sie seit vielen Jahren Menschen beim Sachbuchschreiben. Mehr Infos zu ihr und ihrer Arbeit findest du auf yvonnekraus.de

    Zentrale Themen unseres Gesprächs

    • Sachbücher schreiben - was bedeutet das
    • Die richtige Einstellung beim Sachbuchschreiben
    • Sachbücher schreiben und KI - wie geht das zusammen?
    • Ideenfindung beim Sachbuchschreiben
    • Die Struktur beim Sachbuchschreiben
    • Der Schreibprozess beim Schreiben eines Sachbuchs
    • Thema Marketing - was ist die Basis?
    • Wie schreibst du dein Sachbuch zu Ende?
    • Wie lange dauert es, ein Sachbuch zu schreiben?
    • Sachbuchschreiben und Alltag - wie lässt sich beides verbinden

    Der Beitrag Super Sachbuch schreiben von A-Z – mit Yvonne Kraus (Podcast Episode 172) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  6. Möchtest du erfolgreich schreiben und publizieren?

    Hast du keine Lust damit zu warten, bis dich ein Verlag will?

    Bist du dazu bereit, dafür einiges zu tun?

    Dann hör dir dieses Gespräch mit Diana Wink an!



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    Shownotes

    Diana Wink...

    ist Autorin, Youtuberin und erfolgreiche Autorpreneurin. Auf ihrer Website thewildwinks.de erfährst du alles über ihr aktuelles Herzensprojekt und ihre Bücher.

    Zentrale Themen unseres Gesprächs

    • Selfpublishing vs. Verlag
    • Die Chancen und Hürden alles selbst zu machen
    • Delegieren beim Bücherschreiben und Veröffentlichen - gewusst wie
    • Authentisches Marketing für Autoren
    • Selbstzweifel beim Kreativen Schreiben und ein sinnvoller Umgang damit
    • Dianas Vorgehensweise bei der Buchveröffentlichung

    Der Beitrag Erfolg als Indie-Autorin – mit Diana Wink (Podast Episode 170) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  7. Du möchtest beim Schreiben motiviert bleiben und Lust zu schreiben haben - trotz Frust und Rückschlägen? Doch wie schaffst du das?

    Die Romanautorin und Psychologin Claudia Eilles gibt Auskunft!

    Mit diesen konkreten Tipps und Methoden bleibst du beim Schreiben nachhaltig motiviert...

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    Shownotes

    Claudia Eilles...

    hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und ist dabei sowohl als Psychologin als auch als Romanautorin in Erscheinung getreten. In ihrem ersten Roman, Einstweilen ertrunken, geht es um die Lebenskrise eines Mannes, die Macht der Verwandlung und die Liebe. Mehr Infos zu ihrer Person und ihren Büchern findest du auf claudia-eilles-autorin.de

    Zentrale Themen des Gesprächs

    • Unterschiede zwischen dem Schreiben eines Sachbuchs und dem Romanschreiben
    • Typische Frustrationsquellen beim Bücherschreiben
    • Akute Strategien, um mit Frust umzugehen und motiviert zu bleiben
    • Grundlagen der Motivation beim Kreativen Schreiben
    • Umgang mit Rückschlägen - konkrete Tipps
    • Erfahrungsbericht aus Claudia Eilles eigener Schreibpraxis

    Der Beitrag Schreibmotivation trotz Frust und Rückschlägen – mit Claudia Eilles (Podast Episode 165) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  8. Du möchtest erfolgreich Bücher veröffentlichen?

    Da wartet die ein oder andere Stolperfalle auf dich...

    Erfahre in diesem Gespräch mit Jennifer B. Wind, worauf es dabei wirklich ankommt, um beim Bücherschreiben nicht zu Scheitern!

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    Shownotes

    Foto: Manfred Wasshuber

    Jennifer B. Wind

    ist Romanautorin, Herausgeberin, Ghostwriterin und Schreibcoach. Sie hat zahlreiche Bücher in unterschiedlichen Verlagen und Genres veröffentlicht. Mehr Infos zu ihr findest du auf jennifer-b-wind.com

    In dem Gespräch geht es unter anderem um folgende Themen:

    • Was Erfolg beim Kreativen Schreiben bedeutet
    • Wie man mit Misserfolgen beim Romaneschreiben umgehen kann
    • Wie Struktur und Kreativität im Verhältnis zueinander stehen
    • Welche Erfahrungen Jennifer B. Wind unbedingt mit jungen Autoren teilen möchte
    • Was du tun kannst, wenn dein Projekt von Agenturen oder Verlagen nicht angenommen wird
    • Was es mit Bookerfly und dem Erfolgskongress auf sich hat.

    Der Beitrag Ein Buch veröffentlichen – aber erfolgreich – mit Jennifer B. Wind (Podcast Episode 160) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  9. Du möchtest einen Liebesroman schreiben, der nicht bierernst daher kommt?

    Sondern lieber:

    • locker
    • flockig
    • unterhaltsam.

    Dann hör dir das Gespräch mit Jo Berger an! Die erfahrene Autorin verrät uns ihre Geheimnisse des Romanschreibens...

    Schreib ab jetzt Liebesromane, die deine Leser zum Schmunzeln bringen. Und mit denen sie einfach eine gute Zeit haben!

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    Shownotes

    Jo Berger ist seit 2016 hauptberufliche Autorin und hat bereits über 1 Million Bücher verkauft. Ihre Bestseller zeichnen sich vor allem durch eine gehörige Portion Humor aus...

    Mehr zur Autorin und zu ihren Büchern findest du unter Jo-Berger.com

    In dem Gespräch geht es unter anderem um

    Der Beitrag Liebesromane mit Humor schreiben – mit Jo Berger (Podcast Episode 159) erschien zuerst auf Schreiben und Leben.

  10. Du möchtest nicht einfach bloß irgendwie schreiben - du möchtest literarisch schreiben!

    Du möchtest Romane schreiben, Geschichten schreiben oder Gedichte schreiben, die literarisch lesenswert sind!

    Doch was genau heißt das eigentlich?

    Welche Missverständnisse müssen hier ausgeräumt werden?

    Und wie gelingt es dir ganz praktisch das hinzubekommen?

    All das erfährst du in diesem Artikel!

    Literarisch schreiben - was bedeutet das?

    Es gibt nicht die eine allgemeingültige Definition, was unter literarischem Schreiben zu verstehen ist. Umso wichtiger ist es, grundlegende Unterscheidungen zu kennen, um eine eigene Position zu entwickeln.

    E- und U-Literatur

    Im Alltagsverständnis unterscheiden wir - vor allem in Deutschland - zwischen Unterhaltungsliteratur und anspruchsvoller Literatur.

    Stephen King war schlichtweg noch nie ein heißer Kandidat für den Literatur-Nobelpreis, ganz egal, wie viele Menschen er schon mit seinen Büchern überzeugt hat!

    Und nach Klagenfurt werden nicht die Autoren mit den meistverkauften Büchern eingeladen, sondern...

    Ja, wer eigentlich?

    Woran macht man die Unterscheidung zwischen U und E eigentlich fest?

    Worauf berufen sich all die Juroren, selbsternannten Literaturpäpste und Kulturredakteure, wenn sie von literarischem Anspruch fabulieren?

    Klar ist: Die Unterscheidung funktioniert nicht schwarz-weiß.

    Wir müssen uns die Aspekte, wegen derer Literatur dem einen oder anderen Bereich zugeordnet wird, als Kontinuum denken:

    • Die eine wesentliche Dimension ist der Inhalt. Wie konventionell sind die Themen, die Figuren, die Handlung? Wie sehr wird hier eine neue Sicht auf die Dinge ermöglicht?
    • Die andere Dimension ist die Sprache: Inwiefern wird hier auf bewährte Ausdrucks- und Erzählweisen zurückgegriffen? Inwiefern finden sich hier Innovationen, so dass eine eher avantgardistische Form gewählt wird?

    Es zeigt sich: Welcher Text in welchem Bereich eingeordnet wird, ist immer auch ein Stück weit subjektiv!

    Es gibt durchaus nicht wenige Fälle, in denen zu recht und begründet in beide Richtungen argumentiert werden kann...

    Aber was bedeutet das nun für dich?

    Was möchtest du schreiben?

    In Verlagen finden sich Werke der U- oder der E-Literatur in unterschiedlichen Programmen wieder. Es gibt Verlage, die sich ausschließlich dem einen oder dem anderen Bereich widmen, bzw. unterschiedliche Abteilungen, die auf die eine oder andere Richtung spezialisiert sind.

    Im weiteren Sinn kann man beide Bereiche als literarisches Schreiben verstehen. Im engeren Sinn ist jedoch häufig nur die E-Literatur damit gemeint.

    In beiden Bereichen bieten sich Chancen. So finden sich gerade bei der E-Literatur zahlreiche Wettbewerbe und Stipendien, durch welche das Schaffen von Nachwuchsautoren gefördert wird.

    In der Unterhaltungsliteratur haben sich in den letzten Jahren v.a. durch das Selfpublishing neue Möglichkeiten eröffnet …

    Doch durch welche konkreten Kriterien lassen sich nun literarische Texte im engeren Sinn von reiner Unterhaltungsliteratur unterscheiden?

    Was Literatur zur Literatur macht

    Nicht einmal bei einer so grundsätzlichen Frage, was Literatur ist (und was nicht) sind sich die Wissenschaftler einig. Auf ein Basiskriterium jedoch können sich die meisten verständigen, nämlich, dass Literatur aus sprachlichen Zeichen besteht.

    In unserem Fall können wir noch deren Fixiertheit hinzufügen. Es geht in diesem Text schließlich ums literarische Schreiben, nicht etwa ums literarische Sprechen oder Filme machen.

    Bleiben zwei Kriterien, die zu diskutieren sind:

    1. Die mögliche Fiktionalität literarischer Texte

    2. Die künstlerische Sprachverwendung in literarischen Texten.

    Hieraus ergeben sich vier mögliche Kombinationen:

    • Texte, die weder künstlerisch im Sinne der Sprachverwendung noch fiktional sind wie z.B. Kochrezepte, Bauanleitungen oder Laborberichte. Dies Textformen sind für die allermeisten Menschen sicherlich am uninteressantesten, wenn sie sich für literarisches Schreiben interessieren.
    • Unterhaltungs- bzw. so genannte Trivialliteratur, die zwar fiktional ist, also erfundene Geschichten erzählt, dies jedoch nicht auf sprachkünstlerische Weise, sondern auf höchst konventioneller Art tut.
    • Literarisch anspruchsvolle fiktionale Texte, die eine erfundene Geschichte oder sonstige erfundene Zusammenhänge auf sprachkünstlerisch gestaltete Weise darbieten wie anspruchsvolle Romane, Gedichte oder Theaterstücke.
    • Nicht-fiktionale Texte, die empirische Wahrheiten sprachkünstlerisch zu gestalten suchen, wie etwa autoboigraphische Gedichte, Tagebücheinträge oder Memoiren.

    An dieser kurzen Auflistung wird deutlich, dass meist ein Aspekt im Zentrum steht, wenn von literarischem Schreiben die Rede ist: die sprachkünstlerische Verfasstheit von Texten.

    Häufig wird die künstlerische Verwendung von Sprache für eine Unterscheidung im engeren Sinn herangezogen, um literarisches Schreiben zu definieren.

    Was ist damit gemeint?

    Poetische Sprachverwendung als Kriterium literarischen Schreibens

    In früheren Jahrhunderten erschienen häufig Regelwerke der Dichtung, genannt Poetiken. In diesen wurde vermittelt, wie man gute Gedichte oder Geschichten schreibt. Literarischer Anspruch galt als erlernbar.

    Dann kam im 19. Jahrhundert mit der Romantik der Geniegedanke auf. Das Ich sollte auf seine ganz eigene, individuelle Weise einen Zugang zur Welt erlangen. Der literarische Text als Kunstwerk sollte in seiner Einzigartigkeit ein Ausdruck davon sein.

    Ab der literarischen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich diese Auffassung. Strukturalistische Perspektiven nahmen die Texte zuallererst analysierend in den Blick. Poststrukturalistische Ansätze sahen die Dichter dann eher als Schnittstelle von Diskursen an, die sich in die literarischen Texte einschreiben.

    Heute finden sich in Vorstellungen von literarischem Schreiben all diese Ansätze wieder. Mal verschmelzen sie in den Auffassungen von Menschen miteinander, mal hängen die einen der einen Vorstellung nach, während andere eine ganz andere Auffassung vertreten.

    Was bedeutet das für dein Schreiben?

    Poetische Sprachverwendung und literarisches Schreiben

    In diesem Artikel wollen wir eine poetische Sprachverwendung als Kriterium literarischen Schreibens annehmen.

    Allerdings: Auch in der Unterhaltungsliteratur ist dies sehr häufig der Fall!

    Deshalb soll von den Polen konventionell und avantgardistisch ausgegangen werden, zwischen denen ein Kontinuum besteht. Unterhaltungsromane sind eben nicht durchweg trivial!

    Die strikte Trennung zwischen E- und U-Literatur ist unhaltbar. Und auch die Unterscheidung zwischen Verlagspublikationen und dem Bereich des Selfpublishings bietet kein überzeugendes Kriterium, um zwischen Sprachkunst und purer Unterhaltung zu trennen.

    Lerne im Folgenden die zentralen Dimensionen literarischen Schreibens kennen!

    Erfahre, wie du sie erfolgreich in dein schriftstellerisches Schaffen integrierst!

    Dies stellt eine Bereicherung für dein Kreatives Schreiben dar – ganz egal, was du veröffentlichen möchtest:

    • einen Unterhaltungsroman
    • ein Werk mit dezidiert literarischem Anspruch
    • einen Gedichtband im Selfpublishing
    • deine Autobiographie im Publikumsverlag.

    Es geht nicht darum, ob Sprache künstlerisch verwendet wird.

    Vielmehr ist die Frage, wie genau sie genutzt wird und in welchem Ausmaß.

    Sprachkunst erschaffen

    Wovon reden wir eigentlich, wenn wir von poetischer Sprachverwendung sprechen?

    Was gehört alles dazu und welche Möglichkeiten hast du?

    Und was folgt daraus für deine Praxis als Autor?

    Darum geht es hier!

    Dimensionen poetischer Sprache

    Mit literarischem Schreiben geht die kunstvolle Verwendung von Sprache einher.

    Doch was heißt das konkret?

    Folgende Ebenen sind relevant:

    • Die Lautebene von Sprache bildet vielfaches Gestaltungspotential. Wie klingt ein Wort, wenn es ausgesprochen wird? Das ist auch beim stillen Lesern von Relevanz! Dieser Klang tritt mit dem Inhalt beim Lesen in ein Verhältnis. Hier können sowohl die inhaltliche Bedeutung unterstützende als auch kontrastierende Effekte erzielt werden. Zudem wirken die Klänge der einzelnen Wörter auch in ihrem Zusammenspiel, beispielsweise indem besonders weich oder hart klingende Passagen einander gegenübergestellt werden. Ein Beispiel: Samira sonnte sich und maunzte wohlig. Sie war eine so glückliche Katze. Doch Rasputin, der fiese Spitz, pirschte sich schon heran.
    • Auch die Wortschatzebene bietet beträchtliches Gestaltungspotential. In welcher Tradition steht ein bestimmter Begriff? Welche Bedeutungsnuancen schwingen mit? Kann er einem bestimmten Sprachstil zugeordnet werden? Solche Fragen sind bei der Wahl für einen bestimmten Ausdruck relevant. Worauf sich das Wort genau bezieht und was bei der Bedeutung mitschwingt hängt u.a. vom textuellen Kontext, vom Rezipienten und von dem kulturellen Diskurs ab, indem dieses genutzt wird.
    • Auch auf der Satzebene bietet sich beträchtliches Gestaltungspotential. Sind die Sätze lang oder kurz? Bestehen sie aus Haupt- und Nebensätzen? Wie komplex sind sie dabei konstruiert? Aus dem gewählten Satzbau ergibt sich beim Lesen ein bestimmter Rhythmus. Dieser tritt ins Verhältnis zum Inhalt, wodurch eine große Bandbreite an Wirkungen erzielt werden kann.
    • Auch die Dimension des gesamten Textes ist beim literarischen Schreiben zu bedenken. Wie wirken die einzelnen Sätze zusammen, wenn sie Absätze bilden? Wie wirkt die Gesamtzahl der Absätze als Text? Hier ist Einheitlichkeit ebenso möglich wie das Auftreten von Kontrasten oder gar Brüchen.

    Literarisches Schreiben erlernen

    Nun wurde deutlich, welche Dimensionen beim literarischen Schreiben (im Sinn einer kunstvollen Verwendung von Sprache) eine Rolle spielen.

    Doch wie gelingt es, dieses Wissen für dein eigenes Kreatives Schreiben zu nutzen?

    Die folgenden 10 Lebens- und Schreibtipps bieten dir eine gut Orientierung, um dein ganz eigenes literarisches Schreiben zu entwickeln!

    1. Etabliere das Schreiben als Ausdrucksform in deinem Leben. Indem du möglichst täglich kreativ schreibst, stärkst du die Verbindung zwischen deinen Bewusstseinsinhalten, deinen Empfindungen sowie deiner Wahrnehmung und deiner Ausdrucksfähigkeit. Das Konzept des Freien Schreibens bietet hierfür einen bewährten Zugang.

    2. Nimm dir Zeit für deine literarische Bildung. Diese vollzieht sich nicht von heute auf morgen. Um selbst erfolgreich literarisch zu schreiben, solltest du die Werke anderer Autoren kennen. Mit wachsender Leseerfahrung füllst du nach und nach deine eigene Schatzkiste literarischer Ausdrucksmöglichkeiten, aus denen du bei deinem literarischen Schreiben schöpfen kannst.

    3. Mach die akustische Dimension literarischer Sprache erlebbar. Nur so gewinnst du einen möglichst lebendigen Eindruck davon, wie dein Text klingt und wirkt. Lies deine Texte dafür laut vor, lass sie dir vorlesen und nutze Vorlese-Software. Auch bei der Auseinandersetzung mit den Werken anderer Autoren spielt diese Dimension eine wichtige Rolle! Hör Hörbücher oder besuche Lesungen und Theateraufführungen, um dies für deine Entwicklung zu nutzen.

    4. Beschäftige dich mit den Möglichkeiten erzählerischen, lyrischen oder dramatischen Schreibens. Schreibratgeber bieten hierzu eine gute Möglichkeit. Belasse es jedoch nicht dabei, dir dieses Wissen theoretisch anzueignen. Nutze die Impulse, Anregungen und Übungen, auf die du stößt, vielmehr praktisch aus!

    5. Um literarisch zu schreiben, brauchst du thematisch das Rad nicht neu zu erfinden. Geh vielmehr von Themen, Fragestellungen oder Botschaften aus, die dir am Herzen liegen. Literarisch schreiben bedeutet meist nicht, dass die kunstvoll verwendete Sprache zum Selbstzweck wird. Vielmehr geht es darum, dass dein Anliegen sprachlich kunstvoll gestaltet eine besondere Wirkung entfaltet.

    6. Achte darauf, ein stimmiges Gleichgewicht zwischen Avantgarde und Konvention auszuloten. Literarisch schreiben im Sinn einer kunstvollen Verwendung von Sprache ist keine Frage von Ja oder Nein. Wie nah möchtest du dich mit einem bestimmten Text an konventionellen Formen des Schreibens halten? Wie sehr möchtest du sprachlich innovativ agieren? Dies gilt es jedes Mal aufs Neue zu bestimmen!

    7. Unterscheide bewusst zwischen deiner eigenen Alltagssprache und einem konkreten literarischen Projekt. Ein lyrisches Ich (beim Gedichte schreiben), Theaterfiguren (beim dramatischen Schreiben) sowie ein bestimmter Erzähler (beim Schreiben von Geschichten und Romanen) sollte über eine Sprache verfügen, die zu ihm passt. Diese kann selbstverständlich nah an deiner Alltagssprache als Autor sein. Das sollte jedoch kein Automatismus sein, sondern eine stimmige kreative Entscheidung.

    8. Lebe möglichst achtsam und bewusst und nimm so die feinen Nuancen unseres irdischen Daseins wahr. Dies gilt für alle Sinneswahrnehmungen, besonders aber für das Wahrnehmen sprachlicher Äußerungen. Sei es beim Lesen oder Hören medialer Äußerungen, sei es beim Aufschnappen von Alltagsäußerungen oder Werbesprüchen - durch ein achtsames In-der-Welt-sein füllst du stetig, Tag für Tag, dein sprachliches Schatzkästchen. Achtsames Schreiben kann dir dabei helfen. Aus diesem schöpfst du dann beim literarischen Schreiben.

    9. Bleib beim literarischen Schreiben nicht durchgängig allein. Geh besser in den Austausch mit Gleichgesinnten, gründe einen Buchclub, finde dich mit anderen Autoren zusammen oder besuche ein Schreibseminar. So erhältst du Feedback zu deinen Texten, wirst besser darin, die Wirkung anderer Texte zu erkennen und zu beschreiben und profitierst so für deine eigene literarische Ausdrucksfähigkeit.

    10. Such dir professionelle Hilfe, um dein literarisches Schreiben so effektiv und kraftvoll wie möglich weiterzuentwickeln. Die Zusammenarbeit mit einem Autoren- oder Schreibcoach kann in diesem Sinn ein mächtiger Schub für deine Entwicklung sein. So erkennst du, was das Besondere an deinem Schreiben bei einem konkreten Projekt ausmacht, und lernst, deine Baustellen effektiv zu bearbeiten.

    Buchtipps für die Entwicklung deines Literarischen Schreibens

    Die folgenden Lektürehinweise stellen keine repräsentative Auswahl dar. Erst recht soll dies keine auch nur im Ansatz vollständige Liste relevanter Schreibratgeber sein.

    Vielmehr präsentiere ich dir hier fünf ganz unterschiedliche Zugänge zu dem Thema. Diese Buchtipps fungieren als eine Art Türöffner, damit du dich auf deinen eigenen Weg begibst.

    Erlese dir Stück für Stück deine ganz eigene Bibliothek!

    Raymond Quenau: Stilübungen

    Ein und dieselbe Situation lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise erzählen. In keinem anderen Werk wird dies so unterhaltsam, vielfältig und eindrücklich erlebbar wie in den Stilübungen von Quenau. Nimm dies nicht nur als eindrückliches Beispiel wahr sondern nutze dieses auch, um dich an eigenen Stilübungen zu versuchen.

    Wolf Schneider: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil.

    Dieses Buch des großen Journalistenlehrers Wolf Schneiders soll nur beispielhaft für eine ganze Reihe eindrücklicher Werke stehen, die er verfasst hat.

    Hier geht es ans Eingemachte:

    Welche typischen Schnitzer machen Lektüren mühsam?

    Welche Satzungeheuer verstellen unnötig den Blick aufs Gemeinte?

    Und welche Alternativen und Leitlinien helfen dir dabei, klarer, direkter und treffender zu formulieren?

    Auf diese und weitere Fragen finden sich hier einleuchtende und praxisorientierte Antworten.

    Was das mit dem Thema literarisches Schreiben zu tun hat?

    Ein gutes Gespür für die Machart eines eines - auch im konventionellen Sinn - gelungenen Textes, bildet eine zentrale Basis deines Kreativen Schreibens! Und nur, wenn du Regeln guten Stils kennst, kannst du beim literarischen Schreiben auch gezielt davon abweichen.

    Andreas Maier: Ich

    In seiner Poetikvorlesung zeichnet der Autor seine eigene Schriftstellerwerdung anhand autobiographischer Episoden nach. Das Nachbasteln vorgegebener Modelle als Kind steht dabei im Kontrast zum eigentlichen Schöpfungsakt beim Kreativen Schreiben. Gelungenes literarisches Schaffen erscheint wird hier untrennbar mit dem gelungenen Herausbilden einer eigenen Persönlichkeit zusammengedacht...

    Elias Canetti: Die gerettete Zunge

    In meinen vorherigen Ausführungen habe ich darauf hingewiesen, dass die literarische Sprache von der persönlichen Alltagssprache des Autors abgegrenzt werden muss. In seinem autobiographischen Roman demonstriert Elias Canetti, dass beide Dimensionen des eigenen Ausdrucksvermögens zugleich aufs Engste miteinander verknüpft sind. Das Erlangen einer stimmigen persönlichen Ausdrucksweise wird hier als überlebenswichtige Lebensaufgabe sowie als Voraussetzung schriftstellerischen Schaffens inszeniert.

    Benedict Wells: Die Geschichten in uns

    Für literarisch ambitionierte Romanautoren sollte dieses Werk von Benedict Wells zur Pflichtlektüre gehören. Es handelt sich um eine Mischung aus Schreibratgeber, Werkstattbericht und Autobiographie.

    In diesem Sinn weist es Parallelen zu Stephen Kings berühmtem Das Leben und das Schreiben auf. Anders als der amerikanische Thrillerautor gibt Wells jedoch eindrückliche Einblicke in die konkrete Textarbeit, die in seinen Romanen steckt.

    Nach der eingehenden Lektüre dieses Buchs verfügen die Leser über einen prall gefüllten Werkzeugkoffer für ihr eigenes literarisches Erzählen!

    Dein eigenes literarisches Schreiben leben

    Die Aneignung kreativer Methoden und erzählerischer Kniffe und das Weiterentwickeln deines Sprachgefühls sind zentrale Bestandteile, um literarisch zu schreiben.

    Doch du benötigst auch noch eine andere Sache: die Klarheit, wo du dich als Schriftsteller siehst, und für wen du eigentlich schreibst.

    Gute Literatur denkt ihre potentielle Leserschaft mit!

    Hinzu kommt, dass jedes Werk eine etwas andere Schreibweise verlangt. Das Erarbeiten zentraler Aspekte literarischen Schreibens ist damit keine einmalige Sache.

    Um langfristig erfolgreich literarisch zu schreiben ist vor allem eines wichtig: Bleib offen für neue Einflüsse, ungewöhnliche Ideen und die literarischen Möglichkeiten und Notwendigkeiten, die diese eröffnen.

    Und was macht dein literarisches Schreiben aus?

    Der Beitrag Literarisch schreiben – so geht es! erschien zuerst auf Schreiben und Leben.